Evangelische, staatlich anerkannte Privatschule des Rauhen Hauses.

Diakonisches Praktikum

In einem zweieinhalbwöchigen Praktikum (jeweils vor den Herbstferien) erproben die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Gymnasiums praktische Nächstenliebe in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Diakonie (z.B.: Kindertagesstätten, Behinderten- und Altenpflege-Einrichtungen, Krankenhäuser und Sozialstationen in kirchlicher Trägerschaft, Ausländerbetreuung, Brot-für-die-Welt-Projekte). Betreuung und Hilfe sind dazu angetan, die Fähigkeiten, aber auch die Hilfsbedürftigkeiten des Nächsten zu erkennen und die eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Das Praktikum wird thematisch im Religionsunterricht vorbereitet (9. Klasse) und von den Religions- und Klassenlehrerinnen und -lehrern begleitet. Tätigkeiten und Erfahrungen werden an zwei Auswertungstagen in der Schule reflektiert und dokumentiert. Die Auswertung endet mit einem von den Schülern selbst vorbereiteten Gottesdienst in der Schulkapelle. In einer Info-Veranstaltung für die 9. Klassen geben die Praktikanten Auskunft über ihre Praktikumsplätze.

Tamara stellt ihren Praktikumsplatz vor

Fahrt mit dem Mitternachtsbus (November 2012)

Im Rahmen des diakonischen Praktikums durfte ich eine Fahrt im Mitternachtsbus, miterleben. Der MiBu,ein spendenfinanzierte Projekt des Diakonischen Werkes, fährt nachts durch Hamburgs Innenstadt und versorgt Obdachlose mit Essen. Alle Mitfahrer sind ehrenamtlich dabei. Beim Mitternachtsbus geht es nicht nur darum, dass Obdachlose etwas zu Essen bekommen, sondern es geht vor allem um menschliche Nähe und um eine Möglichkeit, vom Alltag wegzukommen.
Bevor die Tour losging, hatte ich Bedenken, dass ich eventuell beklaut würde oder dass die Leute aggressiv und unfreundlich wären. Später haben sich diese Bedenken aber komplett in Luft aufgelöst, die meisten Menschen waren freundlich und dankbar für jede Hilfe. Ich habe einige Schicksale und traurige Geschichten erfahren, aber auch positive Sachen. Man kann sich mit vielen Obdachlosen gut unterhalten und man kann gemeinsam lachen. So etwas mitzuerleben macht Spaß und ist eine wertvolle Erfahrung. Die Fahrt und das Praktikum haben mir gezeigt, dass Hilfe wichtig für jeden ist und dass jeder sich daran beteiligen kann, sei es durch Geld- oder Zeitspenden. Tamara S.