


Ball der Diebe (2005)

Anatevka (2005)
Andorra (2006)
Das traurige Spiel "Andorra" von Max Frisch um Ausgrenzung und Diskriminierung hat der Theaterkurs 10te Klassen mit viel Einfühlungsvermögen und seriösem Ernst im November auf die Bühne gebracht.
Spielleiterin Bettina Niemeyer hat mit geringen aber raffinierten Kulissenelementen ein atmosphärisch beklemmendes Stück gewagt, dem die 16jährigen absolut gewachsen gewesen sind. Und mit minimalen Textergänzungen ist es gelungen, die immer noch aktuelle Problemanzeige deutlich zu machen, ohne monströs-belehrend den pädagogischen Zeigefinger zu heben."Andorra ist ein Modell" hat der Autor sein Stück verstehen wollen: Die SchauspielerInnen haben mit gutem körpersprachlichen Spiel gezeigt, wie Vorurteile und Eigennutz vor Mitleiden gehen. Der angebliche Jude Andri wird Opfer eines brutalen Mordes, den letzlich nicht nur die feindlichen Schwarzen, sondern auch die "Judenbeschauer" in den eigenen Reihen moralisch zu verantworten haben. Feigheit obsiegt über Zivilcourage.
In bestürzend anrührender Manier hat Simon Seiffert den Andri gegeben, der gewissenlose Andorra-Krieger ist von Pauli Fröhlich so in Szene gesetzt worden, dass die Zuschauer Gänsehaut bekommen haben.
Weil erfreulicherweise auch junge ZuschauerInnen das Stück gesehen und für gut befunden haben, darf für die Zukunft auf engagierten Spielernachwuchs gehofft werden.
Stephan Zörnig
Das traurige Spiel "Andorra" von Max Frisch um Ausgrenzung und Diskriminierung hat der Theaterkurs 10te Klassen mit viel Einfühlungsvermögen und seriösem Ernst im November auf die Bühne gebracht.
Spielleiterin Bettina Niemeyer hat mit geringen aber raffinierten Kulissenelementen ein atmosphärisch beklemmendes Stück gewagt, dem die 16jährigen absolut gewachsen gewesen sind. Und mit minimalen Textergänzungen ist es gelungen, die immer noch aktuelle Problemanzeige deutlich zu machen, ohne monströs-belehrend den pädagogischen Zeigefinger zu heben."Andorra ist ein Modell" hat der Autor sein Stück verstehen wollen: Die SchauspielerInnen haben mit gutem körpersprachlichen Spiel gezeigt, wie Vorurteile und Eigennutz vor Mitleiden gehen. Der angebliche Jude Andri wird Opfer eines brutalen Mordes, den letzlich nicht nur die feindlichen Schwarzen, sondern auch die "Judenbeschauer" in den eigenen Reihen moralisch zu verantworten haben. Feigheit obsiegt über Zivilcourage.
In bestürzend anrührender Manier hat Simon Seiffert den Andri gegeben, der gewissenlose Andorra-Krieger ist von Pauli Fröhlich so in Szene gesetzt worden, dass die Zuschauer Gänsehaut bekommen haben.
Weil erfreulicherweise auch junge ZuschauerInnen das Stück gesehen und für gut befunden haben, darf für die Zukunft auf engagierten Spielernachwuchs gehofft werden.
Stephan Zörnig

In 80 Tagen um die Welt (2007)
Ein heiteres Theaterspektakel um die Wette eines Gentleman, aufgeführt im Rahmen der Festwoche im Juli 2007 (DSP-Kurs der 11. Klassen (Leitung Stephan Zörnig).
Ein heiteres Theaterspektakel um die Wette eines Gentleman, aufgeführt im Rahmen der Festwoche im Juli 2007 (DSP-Kurs der 11. Klassen (Leitung Stephan Zörnig).


Jakes Frauen (2008)
Auf dem Psychokarrussel des Ehelebens
Theaterabend des DSP-Kurses S 4
Eigentlich leben sie nur in seiner Vorstellungswelt: Jakes Frauen (Neil Simon), die sich zwei Stunden lang auf der Schulbühne als Kopfgeburten abstrampeln. Das wird dem Zuschauer bald klar, wenn er den distanziert intellektuellen Schlagabtausch des wortverliebten Schriftstellers mit seinen Frauen hört: Existiert glückliches Zusammensein nur in der Erinnerung? In den selbst formulierten Dialogen eines Mannes, der von Ehefrau Maggie verlassen wird?
Das Bühnenstück kreist um die Frage, wie privates Glück funktioniert.
Gegen die Widerstände selbstbewusster Frauen wird es nicht gelingen.
Die bewährte Mischung aus Spielszenen und wortspielerischem Witz machte den Theaterabend des Abiturkurses unter Leitung von Hildburg Schäpers zu einem gelungenen Ereignis zum Thema männlicher Überheblichkeit. Der ebenso wortgewaltige wie emotional hilflose Jake war mit Hossein Moshiri wunderbar besetzt. Ihm zur Seite spielten Ehefrau Maggie (Alena Karnatz bzw. Lale Fröhlich), Schwester Karen (Verena Flemming bzw. Svenja Almann), Psychiaterin Edith (Kirci Frey bzw. Cindy Le), die erste Ehefrau (Sandra Kühlhorn), Geliebte Sheila (Amelie Drews) und Tochter Molly ein Ensemble starker Frauenpersönlichkeiten, das die psychologische Wirklichkeit hinter den Oberflächenbildern durch kluges Spiel erzählt, dabei ständig die Ebenen der Realität und Fiktion wechselnd.
Ein Gefangener seiner ungeschickten Glückssuche ist zu sehen, der dennoch sympathisch bleibt. Obwohl er vermutlich so weiter machen wird, nachdem ihm Maggie eine neue Ehe-Chance gibt.
Stephan Zörnig
Auf dem Psychokarrussel des Ehelebens
Theaterabend des DSP-Kurses S 4
Eigentlich leben sie nur in seiner Vorstellungswelt: Jakes Frauen (Neil Simon), die sich zwei Stunden lang auf der Schulbühne als Kopfgeburten abstrampeln. Das wird dem Zuschauer bald klar, wenn er den distanziert intellektuellen Schlagabtausch des wortverliebten Schriftstellers mit seinen Frauen hört: Existiert glückliches Zusammensein nur in der Erinnerung? In den selbst formulierten Dialogen eines Mannes, der von Ehefrau Maggie verlassen wird?
Das Bühnenstück kreist um die Frage, wie privates Glück funktioniert.
Gegen die Widerstände selbstbewusster Frauen wird es nicht gelingen.
Die bewährte Mischung aus Spielszenen und wortspielerischem Witz machte den Theaterabend des Abiturkurses unter Leitung von Hildburg Schäpers zu einem gelungenen Ereignis zum Thema männlicher Überheblichkeit. Der ebenso wortgewaltige wie emotional hilflose Jake war mit Hossein Moshiri wunderbar besetzt. Ihm zur Seite spielten Ehefrau Maggie (Alena Karnatz bzw. Lale Fröhlich), Schwester Karen (Verena Flemming bzw. Svenja Almann), Psychiaterin Edith (Kirci Frey bzw. Cindy Le), die erste Ehefrau (Sandra Kühlhorn), Geliebte Sheila (Amelie Drews) und Tochter Molly ein Ensemble starker Frauenpersönlichkeiten, das die psychologische Wirklichkeit hinter den Oberflächenbildern durch kluges Spiel erzählt, dabei ständig die Ebenen der Realität und Fiktion wechselnd.
Ein Gefangener seiner ungeschickten Glückssuche ist zu sehen, der dennoch sympathisch bleibt. Obwohl er vermutlich so weiter machen wird, nachdem ihm Maggie eine neue Ehe-Chance gibt.
Stephan Zörnig


Auch die Geliebte Sheila geigt Jake die Meinung
Starke Frauen um Jake
Theater

"Theater macht Schule", hier eher U-Bahn. Mit einem ungewohnten Auftritt auf dem Bahnsteig "Rauhes Haus" hat der Theaterkurs S1/S2 von Frau B. Niemeyer Ende Januar einen Wettbewerbsbeitrag öffentlich aufgeführt. Bürger, die ihre Habe mit blauem Müllsack schützen, Straßenmusikanten, Möhren essende Vegetarier, sie alle haben den heimwärts strebenden Berufsverkehr aus heimseligen Träumen gescheucht. Die Passanten haben es irritiert und gleichwohl amüsiert hingenommen.
Vormerken! Der Abitur-Theaterkurs (Leitung: St. Zörnig) probt intensiv für die "Reifeprüfung" (nach Terry Johnson) am 21. und 22. April in der Mehrzweckhalle. College-Absolvent Benjamin zwischen reifer Frau und unschlüssiger Tochter: Akustisch untermalt wird die Gesellschaftssatire von der Live-Band "Rough House".

