Evangelische, staatlich anerkannte Privatschule des Rauhen Hauses.

Abschluss-Segelreise des 10. Jahrgangs der Stadtteilschule

In der letzten Juniwoche 2017 war es soweit: Die Abschlussreise des gesamten 10. Jahrgangs der Stadtteilschule war endlich gekommen. Ein großer Doppeldeckerreisebus transportierte 74 Schüler und 6 LehrerInnen (Frau Bültmann, Frau Voth, Frau Hopp, Frau Rueda, Herrn Weigt und Herrn N. Borowski) nach Harlingen in den Niederlanden. Dort bestiegen wir drei große, alte Plattbodenschiffe und machten es uns in den kleinen Kabinen gemütlich. Aufgrund der ungewohnten Geräusche in dieser außergewöhnlichen Unterkunft, war die erste Nacht doch relativ kurz. Das Knacken im Holz der alten Schiffe, das Rauschen des Windes in den Masten und das Gegurgel des Wassers an der Schiffswand begleitete uns die ganze Reise über. 

Am nächsten Morgen legte ein Schiff nach dem anderen im Harlinger Hafen ab, zunächst noch unter Motor, gesteuert von den Skippern. Auf dem Wattenmeer wurden die SchülerInnen von den Matrosinnen in das Segelsetzen eingewiesen - ein zum Teil großer Kraftakt, wenn man bedenkt, dass das riesige Großsegel 300kg wiegt. Aber gemeinschaftlich in kleinen Teams haben die SchülerInnen Segel für Segel gehisst, so dass wir bald mit der Kraft des Windes über das Meer gleiten konnten. 

Nach ca. 6 Stunden hatten wir, nach einem kleinen Abstecher zu den Seehundsbänken, die Insel Terschelling erreicht, ein wunderschönes Urlaubsparadies mit abwechslungsreicher Landschaft und kilometerlangen, weißen Sandstränden. In kleinen Gruppen erkundeten die Jugendlichen mit dem Fahrrad die Insel. Alles bei strahlendem Sonnenschein! Uns gefiel es dort so gut, dass wir den nächsten Tag auch noch auf der Insel verbrachten. 

Für das leibliche Wohl sorgten kleine Schüler-Kochgruppen, die vor der Reise festgelegt worden sind. Gemeinschaftlich bereiteten sie jeden Tag in der Kombüse die drei Mahlzeiten für 24-28 Personen zu. Einige waren überrascht, wie gut sie doch kochen konnten und was für leckere Gerichte am Ende auf den Tisch kamen. 

Unser nächstes Ziel war die Insel Texel. Auf dem 5-stündigen Segeltörn dorthin kam dann die Regenbekleidung aller Jugendlichen zum Einsatz: Sowohl beim Segel Setzen zu Beginn des Törns, als auch beim Segel Einholen kurz vor Erreichen des Hafens von Texel regnete es aus vollen Kübeln. Das tat der Stimmung allerdings keinen Abbruch, sondern machte das Ganze nur noch abenteuerlicher und aufregender.

Auch die Insel Texel wurde in kleinen Gruppen mit dem Fahrrad erkundet. In dem Hauport Den Burg in der Inselmitte konnte man herrlich shoppen! Andere besuchten eine Seehundaufzuchtstation an der Nordseite der Insel. 

Dann segelten wir bald schon wieder zurück nach Harlingen, dem Heimathafen der Schiffe. Das kleine, wunderschöne Städtchen konnte am Abend noch erkundet werden, bevor es am nächsten Morgen mit dem Reisebus wieder zurück nach Hamburg ging. 

Alles in allem war es eine ganz besondere, fantastische Abschlussreise, die die Schülerinnen und Schüler noch mal ein ganzes Stück näher zusammengebracht hat. Das Erleben von Ebbe und Flut (besonders im Hafen), das Rauschen des Windes in den beeindruckenden Segeln, die Entschleunigung und das Relaxen während der Stunden auf dem Meer, das Erleben der Naturkräfte, das Wohnen und Kochen auf engstem Raum - all das bleibt unvergesslich! 

Ricarda Bültmann

Einholen des Klüvers auf der Aldebaran
Trautes Beisammensein unserer drei Schiffe
Gemeinsamer Abwasch in der Kombüse
Die Aldebaran
Ein Teil des Lehrerteams der Reise
Das Team der Mars
Gemütliches Segeln bei Traumwetter
Essensvorbereitungen an Deck
Petrus sorgte für ein bisschen Abwechslung zwischendurch
Chillen an Deck der Poolster