Evangelisches Leben
Das evangelische Leben in der Schule prägen der durchgehende Religionsunterricht in beiden Abteilungen – in der Oberstufe dreistündige Grundkurse und ein Leistungskurs. In unserer Schulkapelle und in den umliegenden Kirchen werden zahlreiche verbindliche und freiwillige Andachten und Gottesdienste zu Kirchenfesten und wichtigen Übergängen im Schülerleben gefeiert, Theologische Studientage in der Oberstufe, ein Gospelchor, Taizé-Fahrten, die Teilnahme an den Kirchentagen sowie kleinere Exkursionen, das Kinderbischofsprojekt und das zweieinhalbwöchige Praktikum der 10. Klassen des Gymnasiums in diakonischen Einrichtungen ergänzen das evengelische Angebot. Spenden- und Hilfsprojekte für Bedürftige in aller Weltund die seelsorgerische Begleitung durch die Schulpastorin, die Diakonin, den Diakon und das Beratungsteam runden das evengelische Profil unserer Schule ab.
Das evangelische Curriculum auf einen Blick:
Diakonisches Praktikum
In einem zweieinhalbwöchigen Praktikum (jeweils vor den Herbstferien) erproben die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Gymnasiums praktische Nächstenliebe in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Diakonie (z.B.: Kindertagesstätten, Behinderten- und Altenpflege-Einrichtungen, Krankenhäuser und Sozialstationen in kirchlicher Trägerschaft, Ausländerbetreuung, Brot-für-die-Welt-Projekte). Betreuung und Hilfe sind dazu angetan, die Fähigkeiten, aber auch die Hilfsbedürftigkeiten des Nächsten zu erkennen und die eigene
Persönlichkeit zu entwickeln. Das Praktikum wird thematisch im Religionsunterricht vorbereitet (9. Klasse) und von den Religions- und Klassenlehrerinnen und -lehrern begleitet. Tätigkeiten und Erfahrungen werden an zwei Auswertungstagen in der Schule reflektiert und dokumentiert. Die Auswertung endet mit einem von den Schülern selbst vorbereiteten Gottesdienst in der Schulkapelle. In einer Info-Veranstaltung für die 9. Klassen geben die Praktikanten Auskunft über ihre Praktikumsplätze.
Kinderbischofsprojekt
Kinderbischöfe amtierten im Mittelalter in ganz Europa vom Vorabend des Nikolaustages bis zum „Tag der unschuldigen Kinder“ am 28. Dezember. Für Hamburg findet sich ein erster urkundlicher Beleg im Staatsarchiv von 1304, ein letzter von 1529. Im Vorfeld der 800-Jahr-Feier der Hauptkirche St. Nikolai hat Pastor Dr. Ferdinand Ahuis 1994 diese mittelalterliche Tradition neu belebt –in Zusammenarbeit mit der Wichern-Schule und dem PTI. Jeweils drei Kinderbischöfe aus den 6. Klassen wurden seitdem von der Bischöfin Maria Jepsen oder den amtierenden Hauptpastoren am 6. Dezember in St. Nikolai in ihr Amt eingeführt.
In ihrer Predigt - und während ihrer Amtszeit – äußern die Kinderbischöfe die Ängste, Wünsche, Träume und konkreten Forderungen von Kindern und Jugendlichen in der Großstadt. Sie haben ein großes Gefolge – alle Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen nehmen teil –, mit dem sie in monatelanger Projektarbeit die Lebenswelten der Großstadtkinder untersuchen. Die jeweiligen Themen führen sie zu den unterschiedlichsten Orten und Einrichtungen, zu Spielplätzen, Schulen, Kindertagesstätten, Altersheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Behörden. Die Präsentation ist kindgemäß ein choregraphisches Spektakel, die Anliegen und Forderungen erreichen mit großem Ernst die Verantwortlichen in Politik und Kirche – und die Wichern-Schule selbst.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Das evangelische Curriculum auf einen Blick:
- Jährlich wechselndes Jahresthema mit biblischem Bezug
- Klassenstufen 1-4: Verpflichtende wöchentliche Andachten in der Schulkapelle während der Unterrichtszeit, offenes Adventssingen, Weihnachtsgottesdienst mit Krippenspiel, Entlassungsgottesdienst für die 4. Klassen, wöchentliches Mandala-Legen in der Schulkapelle
- Klassenstufen 5-6: Einschulungsgottesdienst der 5. Klassen, verpflichtende Andachten in der Schulkapelle während der Unterrichtszeit (7 Andachten im Schuljahr), wöchentliches Mandala-Legen in der Schulkapelle
- Klassenstufe 6: Kinderbischofsprojekt mit Ein- und Ausführungsgottesdienst
- Klassenstufen 5-13, Eltern, Kollegium: Weihnachtsgottesdienst in der Dreifaltigkeitskirche
- Klassenstufen 7-10, HR/Reformschule: Jugendgerechte Schulgottesdienste mit anschließendem Frühstück (3 Gottesdienste im Schuljahr)
- Klassenstufe 9 bzw. 10: Gottesdienst zur Schulentlassung
- Klassenstufe 1, Gymnasium: Zweieinhalbwöchiges Diakoniepraktikum mit anschließender Auswertung und Abschlussgottesdienst
- Klassenstufen 7-10 mit Schwerpunkt HR/Reformschule: Gospelchor als Wahlpflicht- bzw. Neigungskursangebot
- Klassenstufe 7: Besuch der Buß- und Bettagsveranstaltung der ev. Jugend Hamburg
- Klassenstufe 9: Besuch des Films "Luther" am Reformationstag in einem Hamburger Kino
- Klassenstufen 8-13: wöchentliche meditative Taizé-Andacht in der Schulkapelle (freiwillig)
- Klassenstufen 9-13: Jährliche Fahrt nach Taizé (Burgund) zu einem internationalen christlichen Jugendtreffen (freiwillig, max. 50 Teilnehmer)
- Klassenstufen 8-13: Fahrt zum e. Kirchentag (freiwillig)
- Oberstufe Gymnasium: Theologische Studientage, sog. Oberstufenforum anstelle eines Unterrichtstages
- Oberstufe S4: Abiturgottesdienst
- Für alle Klassenstufen: Andachten zu besonderen Anlässen (Trauer, Abschied, Prüfungen, Begrüßungen usw.).
Diakonisches Praktikum
In einem zweieinhalbwöchigen Praktikum (jeweils vor den Herbstferien) erproben die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Gymnasiums praktische Nächstenliebe in den verschiedenen Arbeitsfeldern der Diakonie (z.B.: Kindertagesstätten, Behinderten- und Altenpflege-Einrichtungen, Krankenhäuser und Sozialstationen in kirchlicher Trägerschaft, Ausländerbetreuung, Brot-für-die-Welt-Projekte). Betreuung und Hilfe sind dazu angetan, die Fähigkeiten, aber auch die Hilfsbedürftigkeiten des Nächsten zu erkennen und die eigene
Persönlichkeit zu entwickeln. Das Praktikum wird thematisch im Religionsunterricht vorbereitet (9. Klasse) und von den Religions- und Klassenlehrerinnen und -lehrern begleitet. Tätigkeiten und Erfahrungen werden an zwei Auswertungstagen in der Schule reflektiert und dokumentiert. Die Auswertung endet mit einem von den Schülern selbst vorbereiteten Gottesdienst in der Schulkapelle. In einer Info-Veranstaltung für die 9. Klassen geben die Praktikanten Auskunft über ihre Praktikumsplätze.
Kinderbischofsprojekt
Kinderbischöfe amtierten im Mittelalter in ganz Europa vom Vorabend des Nikolaustages bis zum „Tag der unschuldigen Kinder“ am 28. Dezember. Für Hamburg findet sich ein erster urkundlicher Beleg im Staatsarchiv von 1304, ein letzter von 1529. Im Vorfeld der 800-Jahr-Feier der Hauptkirche St. Nikolai hat Pastor Dr. Ferdinand Ahuis 1994 diese mittelalterliche Tradition neu belebt –in Zusammenarbeit mit der Wichern-Schule und dem PTI. Jeweils drei Kinderbischöfe aus den 6. Klassen wurden seitdem von der Bischöfin Maria Jepsen oder den amtierenden Hauptpastoren am 6. Dezember in St. Nikolai in ihr Amt eingeführt.
In ihrer Predigt - und während ihrer Amtszeit – äußern die Kinderbischöfe die Ängste, Wünsche, Träume und konkreten Forderungen von Kindern und Jugendlichen in der Großstadt. Sie haben ein großes Gefolge – alle Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen nehmen teil –, mit dem sie in monatelanger Projektarbeit die Lebenswelten der Großstadtkinder untersuchen. Die jeweiligen Themen führen sie zu den unterschiedlichsten Orten und Einrichtungen, zu Spielplätzen, Schulen, Kindertagesstätten, Altersheimen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, Behörden. Die Präsentation ist kindgemäß ein choregraphisches Spektakel, die Anliegen und Forderungen erreichen mit großem Ernst die Verantwortlichen in Politik und Kirche – und die Wichern-Schule selbst.
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