Evangelische, staatlich anerkannte Privatschule des Rauhen Hauses.

"Ronja" - das Musical

Vor nicht einmal 25 Jahren schrieb die Kinderbuchautorin Astrid Lindgren "Ronja Räubertochter": Die Geschichte von zwei jungen Menschen, die trotz der Feindschaft zwischen ihren Familien, Freunde werden und sich am Ende so ins Herz geschlossen haben, dass ihre Kraft reicht, die Familien miteinander zu versöhnen, zählt längst zu den modernen Klassikern.

Eine Theatergruppe des Evangelischen Gymnasiums Meinerzhagen (Leandra Sülzer als Ronja und Philipp Speer als Birk Borkasohn) gastierte mit ihrem selbstgeschriebenen Musical "Ronja" in Hamburg. Zwei Jahre haben die Sechs- bis Zwölftklässler unter der Leitung von Thomas Erdmann und Michael Otto intensiv und mit großem Engagement an ihrer Inszenierung gearbeitet. Es hat sich gelohnt! Wer bei der Aufführung dabei gewesen ist, konnte sich der Magie der Gewitternacht, in der Ronja geboren wurde gar nicht entziehen. Die Zuschauer wurden gleich zu Beginn mithilfe einer effektvollen Lichtinszenierung in Form von Schüler-Handzeichnungen und Animationen auf die Schauplätze der Räubergeschichte gezaubert. Mit überzeugender schauspielerischer und gesanglicher Leistung, viel Fantasie, ergreifender und peppiger Musik, selbstgeschriebenen Liedern und Liebe zum Detail hat das Theaterensemble "Ronja" wunderbar interpretiert.

Nach kurzer Probe durften einige Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgang 4 der Wichern-Schule den Räuberchor, die Graugnome und die Wilddruden unterstützen. Großes Kompliment an euch und euren kurzfristigen Einsatz!

Hanna und Maria aus der 4b durften als Mattisräuber mitwirken. Sie beschreiben ihr Interesse an dem Stück: "Ich finde es toll, dass Astrid Lindgren mit ihrem Buch 'Ronja Räubertochter' die Geschichte von 'Romeo und Julia' für Kinder geschrieben hat. Außerdem finde ich gut, dass Ronja und Birk - anders als ihre Eltern - keine Räuber werden wollen. Stattdessen wollen sie Frieden in die Welt bringen und die verfeindeten Räubersippen dazu bringen, sich zu vertragen," sagt Hanna nach der Aufführung. Maria erklärt: "Mir ist an der Geschichte wichtig, dass sie zeigt, dass Kinder oft gut selber wissen, welcher Weg für sie richtig ist und auch alleine entscheiden können. Das zeigt mir Ronja, als sie gegen den Willen ihres Vaters über den Höllenschlund auf die gegenüber liegende Burgseite zu den Borkaräubern springt". Die zehnjährigen Mädchen fragen sich, "Was ist das zwischen Birk und Ronja, was so viel Kraft hat, dass es eine große Feindschaft überwindet? Ist das Freundschaft, Vertrauen oder sogar Liebe?" Da hätte Astrid Lindgren sicher gern geantwortet.