Evangelische, staatlich anerkannte Privatschule des Rauhen Hauses.

Kinderbischöfe besuchten am 15.12.2011 Schulsenator Ties Rabe

In einer halbstündigen Präsentation vor dem Schulsenator Ties Rabe schilderten die drei Kinderbischöfe eindrücklich den Wunsch der meisten Kinder aus der Wichern-Schule des Rauhen Hauses, Schule zwar als Lernort zu sehen, ihn aber zugleich auch als Lebensort zu verstehen, an dem die Schüler in Regel mindestens zehn Jahre ihres Lebens verbringen. So wünschen sich die Kinderbischöfe Schulen als lebendigere Orte mit friedlichem, sozialem Miteinander, weniger reglementierten Tagesstrukturen und eigenen Gestaltungsspielräumen. Sie knüpften damit, ohne es zu wissen, an die kürzlich erschienene Bildungsstudie der Bertelsmann-Stiftung an, die anders als die PISA-Studien die Bedeutung des informellen Lernens einbezog. Demnach lernen Kinder insbesondere auch durch Spiel, Bewegung und freie soziale Interaktion, die im typischen stark reglementierten Schulalltag heute häufig keine Berücksichtigung finden.

 Der Schulsenator Ties Rabe dankte den Kinderbischöfen und ihrem Gefolge für ihr Engagement zugunsten von schönen Schulen. Insbesondere die Idee, Schulen freundlich und kindgerecht zu gestalten, fanden sein Interesse. „Eine Schule wird schön, wenn alle mitmachen: der Senator, die Schulleitung, die Lehrer, die Kinder und auch die Eltern“, sagte Ties Rabe. Er wolle nach Möglichkeit fördern, wenn sich Schulen dafür engagieren. Er wies auch darauf hin, dass die Schulen bereits die Freiheit hätten, einen Teil des Stundenplans selbst zu gestalten.

 Die drei Kinderbischöfe machten ihre Aufgabe deutlich: „Als Kinderbischöfe ist es unser Amt, die Träume von allen Kindern hier weiterzugeben.“ Sie besuchen während ihrer Amtszeit diejenigen, die Schule besser machen können: den Schulsenator, die Schulleitung der Wichern-Schule und den Verwaltungsrat des Rauhen Hauses. Hannah, Tracy und Darian hatten sich gemeinsam mit ihren rund 200 Klassenkameraden aller fünften Klassen der Wichern-Schule des Rauhen Hauses in einer mehrwöchigen Projektzeit mit „Ich habe einen Traum – von Schule“ beschäftigt, angelehnt an die bekannte Rede von Martin Luther King. Entstanden ist dabei eine Dokumentation, in der die Träume von einer Schule ohne Gewalt und gegenseitiger Achtung, von einer bunteren Schule zusammengefasst sind. Diese Dokumentation übergaben sie bei ihrem Besuch dem Schulsenator.