Evangelische, staatlich anerkannte Privatschule des Rauhen Hauses.

Die Quelle, ein Ort der Stille
In der Kirche
Die Reisegruppe
Die alte Dorfkirche

Taizé-Reise 2018 - eine kirchliche, entspannende, aber auch erfahrungsreiche Woche 

Begonnen hat diese christliche Reise nach Taizé doch aber zu eher unchristlichen Zeiten, denn der Treffpunkt am Hauptbahnhof Hamburg war um 5 Uhr am Morgen. Mit 49 Schülern und 7 Begleitern ging die Reise also zuerst mit dem ICE los. Mit diesem fuhren wir dann ungefähr sechs Stunden bis Freiburg und stiegen dann in den Reisebus um. Das Einladen lief unter den Anweisungen von Herrn Wendler sehr schnell, sodass unsere Schule rekordverdächtig schnell um 17.15 Uhr in Taizé ankamen.

In Taizé dann angekommen, haben wir zuerst eine kleine Einführung bekommen, sowie Tagesablaufplan und Geländeplan. Der Empfang war wirklich sehr nett, kompetent und sogar auf Deutsch. Nachdem begaben wir uns zu unserem Zeltplatz und bauten die Zelte auf. Mit insgesamt 56 Personen aus der Wichern-Schule nahmen wir damit also auch einen Großteil des Zeltplatzes ein. Die Zelte standen schnell, sodass wir alle pünktlich zum Abendessen gehen konnten. Das erste Abendessen war wie erwartet sehr einfach und wenig, aber man konnte trotzdem satt werden. Danach gingen wir alle gemeinsam zu unserem ersten Gottesdienst, dem Abendgebet. Es war wunderschön. Die Kirche sah toll aus, viele Menschen sangen, beteten und schwiegen zusammen. Selbst für Taizé-Erfahrene und Agnostiker war dieser Gottesdienst bewegend. Die harmonische Akustik sorgte für einen wirklich schönen, einheitlichen Klang in der Kirche. In Kombination mit der Schweigezeit hat dieser Gottesdienst den „Stadt- und Schulstress“ aus Hamburg wirklich beseitigt. Nun hatte man noch etwas Zeit sich etwas beim „OYAK“, was ein kleiner Laden ist, der Produkte zum Einkaufspreis verkauft, zu kaufen. Um 23 Uhr war Nachruhe auf unserem Zeltplatz.

Am nächsten Morgen trat dann der richtige Tagesablauf in Kraft. Zuerst hat sich die ganze Wichern-Schule auf einem Platz um 8 Uhr getroffen, um organisatorische Sachen und auch spirituelle Vorschläge zu besprechen. Anschließend gingen wir dann alle zum Morgengebet in die Kirche. Nach einem wieder sehr schönen Gottesdienst gab es dann das Frühstück. Weiter ging das Programm dann um 10 Uhr, als sich dann alle Personen bis 16 Jahre und alle Team-Leiter und Begleiter (international) unter einem großen Pavillonzelt trafen. Dort gab es eine kleine Bibeleinführung von einem der Taizé-Brüder. Darauf wurden wir dann in 14 Gruppen eingeteilt mit immer zwei bis vier Team-Leitern. In diesen internationalen Gruppen hat man dann über die vorige Bibeleinführung und den dazugehörigen Bibeltext geredet und diskutiert, natürlich auf Englisch. Dieses Treffen ging morgens immer ungefähr eine Dreiviertelstunde. Im Anschluss war dann das Mittagsgebet und das Mittagessen. Um 15.15 Uhr war das zweite Treffen in den internationalen Gruppen. In diesen wurden auch wieder Bibelstudien betrieben, aber auch Spiele gespielt. Anschließend gab es dann eine lange Freizeit, bis dann das Abendessen um 19:00 Uhr begann. Darauf folgte dann das Abendgebet. Des Weiteren wurden an verschiedenen Tagen Workshop, Chorproben und Ähnliches angeboten. Diese Veranstaltungen wurden jeden Morgen bei der Bibeleinführung angesagt. Auch abends nach Nachtruhe wurde uns von unseren Begleitern angeboten, noch einmal die Kirche zu besuchen. Denn diese hat auch nachts auf. Dort konnte man dann mit den anderen Personen zusammen Lieder singen, still sein oder beten. Am Donnerstag hatten wir ein Gespräch mit einem der Taizé-Brüder. Es war sehr interessant zu hören, wie diese Brüder in Taizé leben, wie zum Beispiel ein Tagesablauf aussieht und was die Familie und Freunde von dem Beruf halten.

Mit unserer Schule hatten wir in Taizé wirklich eine sehr schöne Zeit. Ein besonders toller Abschluss war der letzte Gottesdienst, an dem jeder eine Kerze bekam, die dann während des Gottesdienst angezündet wurde. Es sah toll aus, wie auf einmal die ganze Kirche mit Kerzen aufleuchtete. Ein wirkliches Erlebnis für‘s Leben. Diese Reise war wirklich wieder ein voller Erfolg und das seit 15 Jahren. Hiermit wollen wir auch noch einmal allen Beteiligten, Spendern und Begleitern danken.

Alexander Albus, 9g1