Gemeinsam verschieden!

| Stadtteilschule

Wieder hat ein engagierter Jahrgang 7 an der Stadtteilschule das Projekt LdE – Lernen durch Engagement – durchlaufen und am 27. Mai mit einer Feier abgeschlossen.

 

Wieder hat ein engagierter Jahrgang 7 an der Stadtteilschule das Projekt LdE – Lernen durch Engagement – durchlaufen und am 27. Mai mit einer Feier abgeschlossen.

Übungen und Reflexionen zum Thema „Selbstvertrauen“ im Gesellschaftskunde-Unterricht, der Austausch mit Reinhard Förtsch und Ehrenamtlichen des Rauhen Hauses am „Held:innentag“ am 2. Februar, der Kontakt zu anderen Schulen beim Netzwerktreffen der Bürgerstiftung am 2. April, eine Phase des individuellen Engagements von Februar bis April und schließlich die Herstellung von Plakaten, das Muffin-Backen und Vorbereiten kleiner Beiträge zur Feier mit Zertifikatsverleihung – all dies war ein schöner Weg, abseits von Noten und Leistungsdruck zu lernen, Stärke zu zeigen, Stärke zu gewinnen, Gemeinschaft im Jahrgang zu erleben.

Die Schülerinnen und Schüler engagierten sich in Kitas, Altenheimen, in der GBS, in der Nachbarschaft und in Gärten. Sie lernten, wie man „einen Streit zwischen Kindern klärt“, dass es „gut ist, mit älteren Menschen zu reden und gut zuzuhören“, wie man für Nachbarn „lecker“ kocht oder wie man „mit einer Heckenschere umgeht“. 

Auf die Frage, was Engagement einem selbst und anderen bringt, gab es vielfältige Antworten: Engagement ist besser, als „zu Hause rumsitzen“, Engagement ermöglicht, „nicht nur immer für sich selbst verantwortlich zu sein“, zu erfahren, wie „Ältere ihr Leben gemeistert haben“ und „das tolle Gefühl zu spüren, dass man gebraucht wird“.

Auch, was schwierig war, kam zur Sprache. „Sich zu überwinden, vor der Parallelklasse um Kleiderspenden für „Hanseatic Help“ zu bitten, war nicht einfach. Ein Flyer, auf dem das Wichtigste stand, half uns dabei“. 

Besonders war die Vielfalt an Erfahrungen und an Stärken, die eingesetzt wurden. Am Beispiel „Engagement in der Kita“ wurde dies deutlich: Ein Schüler half beim Anziehen, damit die Kinder schnell zum Spielen rauskamen, eine Schülerin schenkte einem Mädchen Wärme, als es sich ausruhen wollte und einfach einschlief, ein Schüler erklärte Kindern, wie sie gut Katzen zeichnen können, eine Schülerin erinnerte sich an ihre eigene Kindheit, die sie in der Kita selbst verbracht hatte, und lernte diese Zeit wertzuschätzen. 

Im Engagement gemeinsam verschieden sein zu dürfen – das war zum Abschluss des Projekts vielleicht die Haupt- Erkenntnis, mit der wir alle am 27. Mai aus dem Andachtsraum hinaus in die Zukunft gegangen sind. Der Begriff „Engagement“ ist nun verankert und lebendig geworden und die ersten Erfahrungen machen Mut zu Engagements, die passen – zu mir und zu dem Ort, an dem ich mich engagiere.  

zurück

Einsatz im Garten heißt: Hecke schneiden, Kompost umschichten oder Pflanzen kennenlernen und mehr

"Kontakt mit Kindern und Jugendlichen hat den älteren Menschen die schwierigen Dinge leichter gemacht."

Zertifikats-Verleihung im Andachtsraum